Erfolgreicher Einsatz der MSK Tensiontech bei SABIC in den Niederlanden

In Zusammenarbeit mit dem westfälischen Maschinenbauer HAVER & BOECKER, der HAVER-Technologietochter NEWTEC BAG PALLETIZING (Illzach, Frankreich) und dem niederländischen Partner Ancra (Boxtel) konnte der Klever Verpackungsspezialist MSK jetzt den Abschluss eines erfolgreichen Projektes bei der Saudi Arabian Basic Industries Corporation (SABIC) feiern: In knapp acht Monaten wurden in Geleen drei komplette Verpackungslinien installiert. Vorher wurden vier - bis zu 40 Jahre lang betriebene - Linien demontiert. Im Rahmen des SABIC SLPO Projektes wurden drei Wochen vor dem vereinbarten Termin Absackmaschinen, Palettierer, Haubenstretch-Palettenverpackungsanlagen und ein automatisiertes Beladesystem für LKW-Trailer für alle Linien erfolgreich in Betrieb genommen.

Rund 1.000 Menschen (von insgesamt 40.000 Mitarbeitern weltweit) arbeiten aktuell in den Anlagen von SABIC am Produktionsstandort in Geleen. Das Werk umfasst rund 40 Prozent der Fläche im Industriepark Chemelot. Mit dem Sitz der europäischen Hauptverwaltung und dem Produktionsstandort ist der saudiarabische Konzern in der Provinz Limburg stark vertreten.

In Geleen, einem von fünf SABIC-Produktionsstandorten in Europa, werden Grundstoffe wie Ethylen und Propylen für die Produktion von verschiedenen, qualitativ hochwertigen Kunststoffen wie Polyethylen und Polypropylen produziert. Mit der Durchführung des SLPO-Projektes unterstrich das Management von SABIC die strategische Bedeutung des Standortes Geleen für die Zukunft des Konzerns in Europa. Die Tagesproduktion für die Spezialmassenkunststoffe umfasst mehrere Tausend Tonnen pro Tag, die jedes Jahr werden im vollautomatischen 24-Stunden-Betrieb produziert und auf Paletten abgesetzt werden.

Erste Projektüberlegungen Ende 2014

Ende 2014 entschied das Management, den Produktionsstandort in Geleen zu modernisieren und zukunftsorientiert auszubauen. „Wir haben in der Projektierung Wert daraufgelegt, dass die Produktivität durch leicht handhabbare, leicht palettierbare kastenförmige Gebinde deutlich erhöht wird, die Anlagensicherheit zu jeder Zeit gewährleistet sein muss und möglichst schnell ein Return on Investment erreicht wird“, blickt Projektleiter Marc Beuten (SABIC) zurück.

Nach einem Auswahlverfahren im Frühjahr 2015 mit zwei Mitbewerbern kam es zur Auftragsvergabe an HAVER & BOECKER und die beteiligten Lieferanten. Bis zum 15. Dezember 2015 sollte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. „Die besondere Herausforderung bestand darin, den Aufbau der Anlage im laufenden Betrieb zu schaffen, die Stillstandzeiten so gering wie möglich zu halten und für alle Montagearbeiten ein sehr kurzes Zeitfenster zu nutzen“, so MSK-Vertriebsleiter Uwe Jonkmanns. Der Startschuss für das Projekt vor Ort fiel schließlich im März 2015: Zunächst wurden die existierenden Anlage demontiert. Im Zeitraum von September bis Mitte November 2015 wurden die Verpackungslinien während der laufenden Produktion montiert und in Betrieb genommen.

 

Folienverpackung mit MSK Tensiontech

In der Palettenverpackung setzte SABIC auf die Zusammenarbeit mit der MSK Verpackungs-Systeme GmbH aus dem niederrheinischen Kleve: Die Spezialisten lieferten die Folienverpackung für die palettierten Produkte und setzten dabei die Haubenstretchanlage MSK Tensiontech inklusive Fördertechnik und der Steuerungssoftware MSK Software EMSY ein.

„Bereits in der Planungsphase haben wir die produktspezifischen Eigen-schaften analysiert, um für die Fließeigenschaften des Materials die passende Lösung anzubieten“, so MSK-Verkaufsdirektor Uwe Jonkmanns. „Wir legen in allen Ausführungen Wert darauf, dass die hochsensiblen chemischen Produkte verpackt, transportiert und wertbeständig gelagert werden.“ Nicht zu vergessen sei dabei, dass das Produkt Schwingungen, Stößen, Temperaturbelastungen, UV-Strahlen und dem rauen Stapler-betrieb mit mehrfachem Umladen ausgesetzt sei. „Das besondere Augenmerk liegt dabei auf der Transportsicherheit: die Auswahl der geeigneten Verpackungsmethode und der daraus resultierenden Ladungs-stabilität ist entscheidend, damit Produkt und Verpackung eine stabile Einheit bilden“, informiert Jonkmanns.

Die vollautomatische MSK Tensiontech verpackt unterschiedliche Produktmaße mit einer Stretchfolie. Die Dehnung der Folie wird für jedes Format im Mixbetrieb gezielt in beliebigen Koordinaten in Längs- und Querrichtung gesteuert, so dass optimale Ladungssicherung bei Verwendung dünnerer Folie möglich wird. Der stabile Unterstretch verbindet das Produkt und die Unterverpackung zu einer stabilen Ladeeinheit.

 

Eine wartungsfreundliche und saubere Lösung

Der Maschinenkopf der Haubenstretchmaschinen vom Typ MSK Tensiontech lässt sich auf Arbeitsniveau absenken. Das macht die Wartung einfacher und schneller, da keine Leitern oder Arbeitsbühnen benötigt werden. Auch Folienrollen und Schweißbalken können durch die hohe Bedienerfreundlichkeit mit ebenerdigem Zugang und einfachen Steckverbindungen problemlos ausgetauscht werden. Das gesamte Folienhandling wird bei der Haubenstretchmaschine MSK Tensiontech ohne Hydraulik über dem Produkt betrieben. Zahnriemen anstelle von Ketten führen darüber hinaus zu materialschonendem und sauberem Handling sowie minimalem Wartungsaufwand und geringem Verschleiß.

„Der Energieverbrauch der MSK Tensiontech liegt dank spezieller Technik je nach Produkt und Leistung bei deutlich unter 0,07 kW pro Verpackungseinheit“, betont Uwe Jonkmanns den Aspekt der Energie-effizienz.

Die verpackten Paletten werden nach dem Stretchhaubenprozess über MSK Fördertechnik zu einem MSK Senkrechtförderer gefördert und von 600 mm auf 1,80 m Höhenniveau angehoben. Anschließend werden über MSK Fördertechnik für die Trailerbeladung je zwei Paletten nebeneinander positioniert.